Wenn man in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen verfolgt hat, dann führte diese Frage zu einer recht kontroversen Diskussion. Genau das, was für das Fach Gemeinschaftskunde grundlegend ist – die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Problemen, die in der Gesellschaft mit verschiedenen Positionen und Meinungen diskutiert werden.

Aus diesem Grund hat das EFG Kusterdingen am 20. September 2019 mit fast 300 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 bis 12 und ihren Lehrenden eine Gemeinschaftskunde-Exkursion zur bislang größten globalen Fridays for Future-Demonstration in Tübingen gemacht.

Nach der zweiten Unterrichtsstunde ging die Exkursionsgruppe zu Fuß von der Schule bis zum Anlagensee in Tübingen, an dem der Demonstrationszug startete und sich durch die enorme Beteiligung von über 9.000 Teilnehmenden langsam durch die Tübinger Altstadt bis zur Universität und wieder zurück zog.

Aber warum eine Fridays for Future Demonstration?

Das Ziel der Exkursion war, neben der grundlegenden Auseinandersetzung mit der Frage „Streiken für das Klima – darf man das?", in einem friedlichen Rahmen und zu einem aktuellen sowohl regionalen als auch global relevantem Thema demokratische Partizipation auf einer Demonstration persönlich erleben zu können.

Während der Gemeinschaftskunde-Unterricht vor allem auf der Prozessebene das Verständnis der Funktion von Demokratie und der Bildung der Lernenden als mündige Bürgerinnen und Bürger fördert, vertritt das EFG als evangelische Schule das Selbstverständnis, dass wir Menschen eine Verantwortung gegenüber der Bewahrung der Schöpfung übernehmen müssen – weswegen auch viele evangelische Gemeinden und die Landeskirche in Württemberg den Aufruf zu mehr Klimaschutz unterstützen.

P. Baum-Wittke

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